„Erobere mich im Sturm“ von „Sophie Kinsella“

"Erobere mich im Sturm" - Buchcover

Als die vom Onlinedating frustierte Ava an einem anonymen Schreibkurs in Italien teilnimmt, trifft sie plötzlich ihren Traummann. Die beiden verbringen die Tage miteinander im Liebesrausch. Um den Zauber nicht zu brechen, entscheiden sie sich, keinerlei Informationen über ihr Leben zu teilen, bis sie wieder in London sind. Dort kommt schnell die Ernüchterung: Entgegen ihrer Einschätzung ist Matt kein achtsamer Schreiner, sondern ein vom Familienunternehmen sehr beanspruchter Sammler von grässlicher Kunst. Und auch Ava führt ein ganz anderes Leben, als Matt erwartet hatte. Reicht ihre Liebe zueinander für eine funktionierende Beziehung?

Wie immer besticht Sophie Kinsella duch ihren Humor. Was neu ist, ist, dass diese romantische Komödie nicht nur zum Lachen, sondern auch zum Nachdenken anregt: Wie falsch schätze ich einen Menschen ein? Was macht einen Menschen aus; was eine gute Beziehung?

Die fantastische Reise des Dr. Dolittle

Die fantastische Reise des Dr. Dolittle - DVD-Cover

Nach dem Klassiker Dr. Dolittle mit Eddie Murphy kommt mit diesem Film eine etwas andere Abenteuergeschichte. Dr. Dolittle, diesmal gespielt von Robert Downey Junior, lebt nach dem schweren Verlust seiner geliebten Frau zurückgezogen von der Gesellschaft nur umgeben von den unterschiedlichsten Tieren, mit denen er sich tatsächlich auch unterhalten kann.
Er hatte sich vorgenommen, sein Anwesen nie mehr zu verlassen, doch als ein junges Mädchen Ihn eines Tages darum bittet, ihre Königin zu retten, macht er sich mit einer bunten Truppe auf den Weg, ein Heilmittel zu finden. Der menschenscheue Arzt stellt sich auf dieser abenteuerlichen Reise seinen Ängsten sowie seiner Vergangenheit und lernt dabei, dass nicht alle Menschen schlecht sind.

Meiner Meinung nach ist dieser Film nicht nur etwas für Kinder, sondern für alle Altersklassen und die ganze Familie. Er zeigt mit viel Witz aber auch mit Ernsthaftigkeit auf, dass man immer wieder einen Grund finden kann, sein Glück neu zu finden.

„The Witcher: Der letzte Wunsch“ von „Andrzej Sapkowski“

Buchcover: "The Witcher - Der letzte Wunsch"

„Der letzte Wunsch“ ist der erste Band der Vorgeschichte der Hexer- Saga, welche sich um den Hexer Geralt und seine Abenteuer dreht.
Seinen Lebensunterhalt verdient Geralt mit dem Jagen und Töten von Monstern und Bestien, in der Zwischenzeit reist er mit seiner Stute Plötze durch die nördlichen Königreiche.
Als Hexer führt er er ein aufregendes, jedoch einsames Leben. Bis er eines Tages einen Djinn befreit und mit einem Fluch belegt wird, woraufhin er sich unsterblich und leider auch unglücklich in die schöne Zauberin Yennefer verliebt.
„Der letzte Wunsch“ ist kein Roman im klassischen Sinn mit chronologischer Reihenfolge, es ist eine Sammlung von mehreren zusammenhängenden Kurzgeschichten, welche auf der Zeitlinie des Hexer-Universums hin und her springen.
Auch die Handlung der kürzlich erschienenen Netflix Serie „The Witcher: Blood Origin“ ist diesem Buch entnommen.
Spezifisch für die Hexer- Saga ist der einzigartige Schreibstil von Andrzej Sapkowski; Schnelle Dialoge, spannende und mitreißende Action- Szenen und keine Scheu vor humorvollen Konversationen und anstößigen Szenen, von denen manch ein Fantasy- Autor lieber die Finger lässt.

Was mich am meisten an der Hexer- Saga begeistert, ist der Denkanstoß der einem regelmäßig verpasst wird, die nicht klare Trennung von Gut und Böse und die Frage der Moral, die einem gestellt wird. Geralt ist kein Klassischer Held wie man sie aus Fantasy Romanen kennt, es finden keine epischen Schlachten zwischen dem dunklen Heer und den Rittern in scheinender Rüstung statt. Viel mehr wird man beim Lesen der Geschichte immer wieder neu selbst definieren, wer und wessen Handlungen nun gut oder böse waren.