„The Witcher: Der letzte Wunsch“ von „Andrzej Sapkowski“

Buchcover: "The Witcher - Der letzte Wunsch"

„Der letzte Wunsch“ ist der erste Band der Vorgeschichte der Hexer- Saga, welche sich um den Hexer Geralt und seine Abenteuer dreht.
Seinen Lebensunterhalt verdient Geralt mit dem Jagen und Töten von Monstern und Bestien, in der Zwischenzeit reist er mit seiner Stute Plötze durch die nördlichen Königreiche.
Als Hexer führt er er ein aufregendes, jedoch einsames Leben. Bis er eines Tages einen Djinn befreit und mit einem Fluch belegt wird, woraufhin er sich unsterblich und leider auch unglücklich in die schöne Zauberin Yennefer verliebt.
„Der letzte Wunsch“ ist kein Roman im klassischen Sinn mit chronologischer Reihenfolge, es ist eine Sammlung von mehreren zusammenhängenden Kurzgeschichten, welche auf der Zeitlinie des Hexer-Universums hin und her springen.
Auch die Handlung der kürzlich erschienenen Netflix Serie „The Witcher: Blood Origin“ ist diesem Buch entnommen.
Spezifisch für die Hexer- Saga ist der einzigartige Schreibstil von Andrzej Sapkowski; Schnelle Dialoge, spannende und mitreißende Action- Szenen und keine Scheu vor humorvollen Konversationen und anstößigen Szenen, von denen manch ein Fantasy- Autor lieber die Finger lässt.

Was mich am meisten an der Hexer- Saga begeistert, ist der Denkanstoß der einem regelmäßig verpasst wird, die nicht klare Trennung von Gut und Böse und die Frage der Moral, die einem gestellt wird. Geralt ist kein Klassischer Held wie man sie aus Fantasy Romanen kennt, es finden keine epischen Schlachten zwischen dem dunklen Heer und den Rittern in scheinender Rüstung statt. Viel mehr wird man beim Lesen der Geschichte immer wieder neu selbst definieren, wer und wessen Handlungen nun gut oder böse waren.