„Der große Gatsby“

Der große Gatsby - DVD-Cover

Es ist 1922 als der Nachwuchsautor Nick Carraway (Tobey Maguire, Golden-Globe-Kandidat) sich in New York wiederfindet. Sein Nachbar der attraktive, ambitionierte und geheimnisvolle Millionär Jay Gatsby (Leonardo DiCaprio, Oscar-Preisträger) öffnet dem nachdenklichen Nick Türen in eine Welt voller Glamour, Reichtum und Illusionen. Nichtsahnend führt er Gatsby und seine Cousine Daisy (Carey Mulligan, Oscar-Kandidatin) wieder zusammen die einst träumten zusammen alt zu werden. Zwischen ihnen steht nun Daisy’s blaublütiger Ehemann Tom Buchanan (Joel Edgerton, Golden-Globe-Kandidant)

Die Goldenen Zwanziger dienen als Spiegel, um Gier, Statusdenken und das Streben nach Glück in jeder Epoche zu reflektieren. Die Gedanken und Gefühle sind zeitlos.

Basierend auf den gleichnamigen Roman von F. Scott Fitzgerald, spiegelt der große Gatsby die Probleme unserer Gegenwart in einer überwältigenden visuellen Reise wider mit dem Drehbuch geschrieben von Craig Pearce („Elvis“, „Wie durch ein Wunder“) und Baz Luhrmann („Elvis“, „William Shakespeares Romeo + Julia“)

Der Film von Baz Luhrmann nutzt dabei eine überwältigende visuelle Gestaltung – grelle Farben, opulente Partys, schnelle Schnitte und moderne Musik – um die zeitlose Relevanz der Geschichte klar zu unterstreichen.

Was mich an diesen Film fesselt, ist das Set-Design – jede Szene ist ein Kunstwerk, von den funkelnden Partys bis zu den prachtvollen Villen. Auch die Schauspielerische Leistung ist unglaublich: Jeder Charakter wirkt lebendig und authentisch, besonders Gatsby und Daisy. Die Kombination aus visueller Stärke und emotionaler Tiefe macht den Film für mich unvergesslich.

Barbie

Barbie -DVD-Cover

„Sie ist alles . Er ist nur Ken.“

Die Barbies (und Kens) leben ein perfektes Leben in Barbie-Land. Die Häuser, die Autos, die Strände, die Kleidung. Es gibt keinen Tag, der nicht perfekt ist. Ein pinker Traum von jedem kleinen Mädchen.

Doch als Barbie (Margot Robbie „I Tonya“) sich frägt wie es wäre tot zu sein merkt sie das etwas aus dem Gleichgewicht geriet. Barbie-Land ist zu perfekt um über den Tod nachzudenken. Die Angst vor dem alt werden verschafft ihr Albträume. Unsicherheiten wie Cellulite oder Plattfuß sind wie aus dem Nichts da und zerstören ihre Vorstellung und Erwartungen vom Leben in Barbie-Land. Dazu kommt auch noch das sie von einem kleinen Mädchen in der echten Welt dort draußen träumt.

Sie beschließt sich auf den Weg in die echte Welt zu machen um herauszufinden wer dieses Mädchen ist und woher dieses Fremde Gefühl von Unsicherheiten herkommt. Und Ken (Ryan Gosling Oscar-nominiert für seine Rolle als Ken, „La La Land“, „Wie ein einziger Tag“) ist auch noch mit dabei.

Dieser Film handelt nicht um eine eine blonde, schlanke, perfekte Puppe, die des patriarchalem Idealbild entspricht! Dies ist ein Film über eine Frau die lernt sich selbst zu akzeptieren und wie es ist ein Mensch zu sein. Dieser Film ist ebenso sehr Gesellschaftskritisch, aber zeigt somit woran wir noch arbeiten müssen gemeinsam. Wir Menschen finden uns wieder in einer Barbie (oder einem Ken) und erkennen, genauso wie Barbie, wie es ist ein Mensch zu sein. Es geht um uns.

Greta Gerwig (oscar-nominiert für „Lady Bird“) hat ein Film gemacht der die Gefühle, nicht nur von mir, sondern auch von jeder Frau beschreibt und bildlich zeigt. Sie hat es geschafft Komödie und Gesellschaftskritik meisterlich in ein Film zu packen und dabei das Gleichgewicht zu behalten.

„Barbie“ erinnert uns daran, das wahre Stärke nicht in Perfektion liegt, sondern darin, sich selbst anzunehmen – und lädt uns zugleich ein, über Rollenbilder, Erwartungen und das Menschensein nachzudenken.