In „Die Auferstehung“ von Andreas Eschbach erleben wir einen Einblick in eine mögliche Zukunft der Drei ??? in 40 Jahren.
Die Jugendtage sind länge gezählt und der Zahn der Zeit nagt an unseren drei Protagonisten. Runde 40 Jahre nach dem Führen ihrer Detektei erleben wir die drei Fragezeichen – mittlerweile getrennt – in ihrem Alltag. Justus, der nach dem Herzinfarkt seines Onkels das Gebrauchtwarencenter übernommen hat, Peter, der mittlerweile bei Google eine führende Position in der Street-View-Abteilung innehat, und Bob, welcher als Literaturagent seine Brötchen verdient. Auch erfahren wir, dass ein heftiger Streit zwischen Justus und Peter wohl zum Bruch, und letztendlich zur Auflösung des Detektiv-Trios geführt hat. Nichtsdestotrotz scheint die Liebe zu dem Unbekannten immer noch in den dreien zu schlummern. Als Tracy Hitfield, welche vor 7 Jahren bei einem Unglück im Amazonas ums Leben kam, wieder auftaucht, stürzen sich alle drei unabhängig voneinander in die Ermittlungen.
Der Fall an sich ist zwar spannend, und phasenweise sehr packend, nimmt aber eher einen Hintergrundaspekt in dieser Geschichte ein. Primär geht es darum, die charakterliche Entwicklung, die einzelnen Schicksale sowie die erneute Annäherung unserer Protagonisten zu beleuchten. Wir erleben Justus, Peter und Bob in ihren 50ern, zumeist allein, und können ihre Entwicklungen so besser nachvollziehen. Interessanterweise erleben wir auch, wie die drei Eigenschaften des jeweils anderen aufweisen, was für ihre enge Vergangenheit spricht. Das Buch lebt von der Synergie des nicht bzw. ersten späten Aufeinandertreffens der Detektive und lässt sie uns alle in ihrem eigenen Umfeld erleben.
Abschließend kann ich sagen, dass ‚Die Auferstehung‘ für jeden eingefleischten Drei-Fragezeichen-Fan eine absolute Pflichtlektüre ist, aber auch für neue Leserinnen und Leser eine intensive Erfahrung bietet.
