„Natrium Chlorid“ von „Jussi Adler Olsen“

Natrium Chlorid - Buchcover

„Natrium Chlorid“, der neueste Fall für das Sonderdezernat Q!

An ihrem 60. Geburtstag begeht eine Frau Selbstmord. Dies ruft das Sonderdezernat Q auf den Plan, denn dieser Todesfall hängt unmittelbar mit einem alten, bisher ungeklärten Fall von Carl Morck zusammen, einer Autowerkstatt, die durch eine Explosion völlig zerstört wurde. Dabei kamen alle Mitarbeiter ums Leben und eben auch der kleine Sohn der besagten Frau, die am Tag des Unglücks vor Ort war.

Beide Tatorte verbindet ein Häufchen Kochsalz, das dort gefunden wurde. Nach und nach entdecken Carl Morck und sein Team weitere Fälle aus drei Jahrzehnten, deren offensichtliche Vebindung  jeweils das am Tatort gefundene Kochsalz ist. Möglicherweise ein gerissener Killer, der tötet, ohne dass ihm ein Mord nachgewiesen werden kann?

Für Freunde der Adler Olsen-Reihe rund um Carl Morck und das Sonderdezernat Q ist „Natrium Chlorid“ ein weiterer spannender Krimi, der sich außerdem damit beschäftigt, wie das Team mit der Coronapandemie und all den Erschwernissen umgeht und tief in die Vergangenheit von Carl eintaucht.

Ein interessantes, spannendes und vielfältiges Buch.

„Das Knochenritual“ von „Julian Lees“

Buchcover "Das Knochenritual"

Hier möchte ich den Thriller-Roman „Das Knochenritual“ von Julian Lees vorstellen. Das Buch ist im Jahr 2017 beim Verlag „blanvalet“ erschienen und ist das zuletzt herausgebrachte Werk dieses Autors in deutscher Sprachausgabe. Die 443 Seiten erzählen von dem jungen Polizeiinspektor namens Ruud Pujaumarta, der in Indonesien einer aktuellen Mordserie nachgeht. Bei einem der Opfer stößt er auf ein Fotoalbum, welches mit Ruud und seiner Vergangenheit zu tun hat. Somit wird er ins Verderben gezogen. Neben dem Inspektor lernt der Leser die in Indonesien verwurzelte, nun in Niederlande lebende Imke Snijder kennen. Per Zufall stoßen beide aufeinander – und haben eine Vergangenheit, die sie teilen.

Aus der allwissenden Perspektive nimmt der Autor uns auf die Reise mit nach Jakarta, Indonesien. Die Sprache ist gut verständlich, mit ein paar indonesische Wörter hier und da gesprenkelt, was das ganze sprachlich interessanter dastehen lässt. Das rundet das Leseerlebnis ab – der Roman hebt es sich von anderen Thriller/Krimis ab. Bei den Anfangskapiteln herrscht noch kein richtiger Fokus, sondern ist auf mehrere Charaktere gestreut, was mir persönlich nicht so gut gefällt. Jedoch wird es mit weiterem Leser immer fokussierter und packender – der Lesefluss verbessert sich enorm. Endlich ist ein roter Faden zu erkennen, der die spannende Geschichte immer weiter vorantreibt. Mit vielen unerwarteten Wendungen wird es nie langweilig.

Am interessantesten find ich das Setting, der wahrscheinlich nicht so oft in Thriller-Romane vorkommt. Der Roman ist an Erwachsene gerichtet, allerdings würde ich eine Empfehlung ab 16 Jahre aussprechen, sofern man mit der Thematik zurechtkommt und brutal beschriebene Morde verkraftet. Für die, die auf spannende Thriller und Krimi stehen. Und/oder Indonesien und ihre Kultur interessant finden.