„Heartstopper“ von Alice Oseman

Heartstopper - Band 1 (Buchcover)

Heartstopper ist die Geschichte von Nick und Charlie.  

Charlie, ein Nerd, der schon lange weiß, dass er schwul ist und in der Schule geoutet ist, wenn auch eher unfreiwillig. 
Charlie, der daraufhin gemobbt wurde und mit der Hilfe seiner Freunde ein schreckliches Jahr überstanden hat.  

Und Nick, Star des Rugby-Teams und ausgerechnet mit Charlies Mobbern befreundet. 

Als die beiden Jungs im neuen Schuljahr zufällig nebeneinander gesetzt werden, hat Charlie – aber vor allem auch sein bester Freund Tao – große Bedenken, dass Nick so sein könnte, wie seine Freunde.  

Glücklicherweise ist Nick seinen Freunden überhaupt nicht ähnlich und zwischen ihm und Charlie entwickelt sich eine enge Freundschaft. Schon bald erkennt Charlie, dass er gerne mehr als ein Freund für Nick wäre und auch Nick ist davon nicht so abgeneigt, wie man vielleicht vermuten würde… 

Heartstopper ist eine zuckersüße Graphic Novel-Reihe, die am Ende fünf Bände umfassen wird. 

Und obwohl ich lieber Bücher mit mehr Text lese, habe ich alle bisher erschienenen Bände (allerdings auf Englisch) alle an einem Stück verschlungen. Es herrscht ein sehr sensibler Umgang mit den Themen Selbstfindung, Sexualität, Liebe, Freundschaft und Mobbing – ganz besonders im Sinne von Homophobie.  

Am 22.04.2022 ist ebenso die erste Staffel der zugehörigen Netflix-Serie erschienen, die ebenfalls sehr zu empfehlen ist.  

„Wenn ich die Augen schließe“ von Ava Reed

Buchcover "Wenn ich die Augen schließe"

„Ich sehe Erinnerungen, die Bilder sind klar und bunt. Letztendlich sind Sie es, die uns auf ewig bleiben. Flüchtige Fotografen unserer Vergangenheit. Aber wertvoll und besonders werden Sie nur durch eines: Durch das Gefühl, das wir mit ihnen verbinden. Durch das Gefühl, das zu einer Art Musik wird. Einer Melodie, die sich an die Erinnerung heftet.“


Norah hat nach einer Party einen Autounfall, gefahren wird das Auto von einem Freund. Ebenso mit dabei sind ihre beste Freundin und ihr fester Freund. Die anderen sind kaum verletzt, nur Norah trifft es ein wenig härter. Sie muss operiert und in ein künstliches Koma gelegt werden.
Als sie aufwacht, kann sie sich zwar an alles erinnern – doch ihr fehlen jegliche Gefühle zu ihren Erinnerungen. Sie weiß nicht, ob sie ihren Freund wirklich liebt oder ihre Freunde wirklich mag.
Nur Sam, ihren Sandkastenfreund, mit dem sie eigentlich seit Jahren nicht mehr befreundet ist, verbindet sie noch mit einem Gefühl. Deshalb bittet sie ihn ins Krankenhaus zu kommen. Gemeinsam mit Sam entwirft sie eine Liste mit Dingen, die sie „neu“ ausprobieren möchte, darunter beispielsweise, welche Pizza ihr am besten schmeckt oder ob der Kleidungsstil, den sie vor dem Unfall hatte, wirklich zu ihr passt.
Wird Norah wieder zu ihrem „Ich“ vor dem Unfall zurückfinden oder findet sie sich nun das erste Mal wirklich selbst? Und was hat das Ganze mit Sam zu tun?

Die Jugendbücher von Ava Reed haben vor allem eines gemeinsam: Emotion.
Ebenso typisch für sie ist der einfühlsame Umgang mit „schweren“ Themen wie psychischen Erkrankungen o.ä.
Dies ist ihr auch in „Wenn ich die Augen schließe“ wunderbar gelungen. Neben Norahs Selbstfindungsreise werden nämlich auch Themen wie Mobbing und selbstverletzendes Verhalten behandelt.
Fans von emotionalen Geschichten werden definitiv Gefallen daran finden!