„Love is for Losers“ von „Wibke Grueggemann“

"Love is for Losers" von "Wibke Brüggemann"

„Love is for Losers“… Genau wie der Titel des Buches findet der Hauptcharakter dieses Buch, Phoebe Davis, das Liebe nur etwas für hormongesteuerte Idioten ist.
Liebe ist nämlich auch der Grund, weswegen ihre beste Freundin kaum noch Zeit für sie hat. Auch Phoebes Mutter scheint ihre Liebe eher Menschen in Not zu geben, als ihrer eigenen Tochter und ihre katzenliebhabende Patentante redet fast den ganzen Tag über Liebe und vor allem Sex. Phoebe will gar nichts mit den Hormonen zu tun haben, die, wenn man verliebt oder in der Pubertät ist das Hirn zu einem von ihr gemeinten „Shitstorm“ werden lässt.
Und in alldem Stress stehen dann noch die Suche nach einem Halbtagsjob und die Prüfungen der Mittelstufe an.

Wer Hunger auf ein Pubertäts-Humor-Gericht, mit Katzenliebhabervorspeise überzogen und Liebesgewürzen hat, für den ist das Buch richtig.
Ich möchte jedoch noch anmerken, dass das Buch auch die Abgründe der Pubertät aufzeigt und vor allem, wenn keine richtige Beziehung zwischen Mutter und Tochter existiert. Ich habe euch gewarnt… Ansonsten viel Spaß beim Lesen und vor allem beim Lachen.

„Wenn ich die Augen schließe“ von Ava Reed

Buchcover "Wenn ich die Augen schließe"

„Ich sehe Erinnerungen, die Bilder sind klar und bunt. Letztendlich sind Sie es, die uns auf ewig bleiben. Flüchtige Fotografen unserer Vergangenheit. Aber wertvoll und besonders werden Sie nur durch eines: Durch das Gefühl, das wir mit ihnen verbinden. Durch das Gefühl, das zu einer Art Musik wird. Einer Melodie, die sich an die Erinnerung heftet.“


Norah hat nach einer Party einen Autounfall, gefahren wird das Auto von einem Freund. Ebenso mit dabei sind ihre beste Freundin und ihr fester Freund. Die anderen sind kaum verletzt, nur Norah trifft es ein wenig härter. Sie muss operiert und in ein künstliches Koma gelegt werden.
Als sie aufwacht, kann sie sich zwar an alles erinnern – doch ihr fehlen jegliche Gefühle zu ihren Erinnerungen. Sie weiß nicht, ob sie ihren Freund wirklich liebt oder ihre Freunde wirklich mag.
Nur Sam, ihren Sandkastenfreund, mit dem sie eigentlich seit Jahren nicht mehr befreundet ist, verbindet sie noch mit einem Gefühl. Deshalb bittet sie ihn ins Krankenhaus zu kommen. Gemeinsam mit Sam entwirft sie eine Liste mit Dingen, die sie „neu“ ausprobieren möchte, darunter beispielsweise, welche Pizza ihr am besten schmeckt oder ob der Kleidungsstil, den sie vor dem Unfall hatte, wirklich zu ihr passt.
Wird Norah wieder zu ihrem „Ich“ vor dem Unfall zurückfinden oder findet sie sich nun das erste Mal wirklich selbst? Und was hat das Ganze mit Sam zu tun?

Die Jugendbücher von Ava Reed haben vor allem eines gemeinsam: Emotion.
Ebenso typisch für sie ist der einfühlsame Umgang mit „schweren“ Themen wie psychischen Erkrankungen o.ä.
Dies ist ihr auch in „Wenn ich die Augen schließe“ wunderbar gelungen. Neben Norahs Selbstfindungsreise werden nämlich auch Themen wie Mobbing und selbstverletzendes Verhalten behandelt.
Fans von emotionalen Geschichten werden definitiv Gefallen daran finden!